Eine Reise in die Vergangenheit

Das Evangelische Krankenhaus Essen-Werden wurde im Jahr 1854 als ‚Anhängsel‘ der ‚Herberge armer Leute‘, eines Armen- und Waisenhauses, gegründet. Schon bald genügte das kleine ‚Anhängsel‘ mit nur wenigen Betten nicht mehr den steigenden Ansprüchen der Bevölkerung. So entschlossen sich die Werdener Familien Forstmann und Huffmann im Jahr 1886, ein Krankenhaus samt Grundstück zu stiften. Die Gemeinde übernahm die Kosten für den Innenausbau und stellte das Betriebskapital.

Erweiterung, Neubau und Wirtschaftlichkeit

Bereits zwei Jahre später wurde das neue Krankenhaus mit 50 Betten eingeweiht und in den Jahren darauf ständig erweitert. Inflation, Wirtschaftskrise, zwei Weltkriege und Beschlagnahme machten in den 1950er-Jahren jedoch einen Neubau erforderlich. Die Finanzierung war nicht einfach. Heute ist das Evangelische Krankenhaus eine gemeinnützige GmbH. Gesellschafter sind die evangelische Kirchengemeinde Werden mit 50 Prozent, die Kirchengemeinden Bredeney und Heidhausen sowie der Kirchenkreis Essen.

Gute Nachbarn seit 156 Jahren

Seit 156 Jahren sind das Evangelische Krankenhaus Essen-Werden und das daneben liegende Katholische Krankenhaus St. Josef gute Nachbarn. Der Grundstein dafür wurde schon früh gelegt: Im Jahr 1892 bot das Evangelische Krankenhaus dem Katholischen St. Josef an, „Geräte und Wäsche für 2,50 Mark pro Kesselfüllung zu desinfizieren“.

Hand in Hand für Ihre Gesundheit

Aus den guten Nachbarn von einst sind heute Kooperationspartner geworden: gemeinsame medizinische Zentren, interdisziplinäre Versorgungsstrukturen und ständiger Leistungsaustausch. Dennoch sind sie zwei rechtlich selbstständige Krankenhäuser geblieben.