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Sinn und Zweck des KEK

Seit dem 18. Juli 2012 gibt es ein Klinisches Ethikkomitee (KEK) an den Kliniken Essen-Mitte.

Was ist das und wozu brauchen wir das?

Die Etablierung der wissenschaftlich abgesicherten Medizin hat zu erheblichen Fortschritten in der Behandlung vieler Krankheiten geführt. In einem auf der Basis von Studienergebnissen und Leitlinien behandelnden Krankenhaus darf die umfassende Berücksichtigung der Situation des einzelnen Patienten (und Mitarbeiters) nicht in den Hintergrund geraten. Sonst entstehen im klinischen Alltag ethische Konfliktsituationen, die bei allen Beteiligten ein inneres Spannungsgefühl und Unwohlsein erzeugen. In diesem Dilemma können KEKs, wie sie mittlerweile in zahlreichen Krankenhäusern etabliert sind, hilfreich sein. Dieses kann über die Formulierung (und Durchsetzung) von Leitlinien zum Verhalten in schwierigen Situationen, über ethische Einzelfallberatungen, über Gespräche zum Umgang mit Wertkonflikten, durch Weiterbildungsmaßnahmen und vieles mehr gelöst werden.

Haltung der Kliniken Essen-Mitte zum ärztlich assistierten Suizid und zur Sterbehilfe finden Sie hier.

Zusammensetzung der Mitglieder

Die Mitglieder des KEK werden auf Vorschlag des Ethikkomitees von der Geschäftsführung für jeweils drei Jahre berufen. Seine Zusammensetzung repräsentiert das Krankenhaus in seine verschiedenen Hierarchie- Strukturebenen. Unter den Mitgliedern sind Vertreter der Medizin, Pflege und Theologie, aus den verschiedenen Abteilungen.

Mitglieder:

  • PD Dr. med. Beyhan Ataseven
  • Dr. med. Ulrich Brüß
  • Dr. med. Mareike Dürholt
  • Peter Hallmann
  • Dr. med. Karoline Höck
  • Martin Kampa
  • PD Dr. med. Elias Karakas
  • Hermann Kerscher
  • Dr. med. Marianne Kloke (Vorsitzende)
  • Sandra Lonnemann
  • Sabine Lückerath
  • Pfarrer Uwe Matysik
  • Ingo Mleczeck
  • Birte Puls
  • Christoph Rasche
  • Nicole Reich (stv. Vorsitzende)
  • Prof. Dr. med. Peter Reimer (stv. Vorsitzender)
  • Hubert Mathias Schöttes
  • Dr. med. Dag Schütz
  • Prof. Dr. med. Michael Stahl
  • Dr. med. Susanne Stevens

Sekretariat:

Marion Bugla
Tel: +49 (201) 174 – 24302
Fax: +49 (201) 174 – 24300
m.bugla(at)kliniken-essen-mitte.de

 

Arbeitsgruppen:

Leitlinien

Was wollen wir?

Die Erstellung von Leitlinien wird allgemein als wichtige Aufgabe eines KEK angesehen. Auch in der Satzung des KEK der KEM wird als Aufgabe II die Entwicklung von ethischen Leitlinien und internen Verfahrensbeschreibungen definiert. Die Mitglieder des KEK möchten in diesen Leitlinien einerseits zu wichtigen ethischen Themen eines Krankenhauses Stellung nehmen. Eine Leitlinie soll aber andererseits für jeden Mitarbeiter der KEM “Leitschnur” sein, an der er sich orientieren und auf die er sich berufen kann. Sie dient damit der Vereinheitlichung von Vorgehensweisen an den KEM und damit als ethische Basis für den Umgang mit Patienten und miteinander.

Nach welcher Methode werden Leitlinien erstellt?

Die Erstellung von Leitlinien folgt einem festgelegten Prozess. Die Mitglieder des KEK formulieren selbst oder übernehmen von Mitarbeitern der KEM Themen, die für eine ethische Leitlinie sinnvoll erscheinen. Die Themen werden zeitlich priorisiert und anschließend an die AG Leitlinien zur Bearbeitung übergeben. Die AG Leitlinien erstellt einen Entwurf auf dem Boden bereits akzeptierter Leitlinien (z.B. von nationalen und internationalen Fachgesellschaften), der Fachliteratur zum jeweiligen Thema und gesetzlicher Bestimmungen (z.B. Gesetz zum Umgang mit Patientenverfügungen). Der Entwurf wird im Plenum des KEK diskutiert, ggf. geändert und schließlich als Leitlinie verabschiedet. Die Leitlinie wird dann der Geschäftsführung der KEM vorgelegt. Nach deren Genehmigung durch die Geschäftsführung wird die Leitlinie allen Mitarbeitern bekannt gegeben und sie ist damit für jeden Mitarbeiter verbindlich.

Kleine ethische Anfrage (“Kummerkasten”)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit nunmehr drei Jahren gibt es das Klinische Ethikkomitee an den Kliniken Essen-Mitte (KEK an KEM). Ebenso lang besteht unsere Anfrage “Kleine ethische Anfrage” (“Kummerkasten”). In diesen drei Jahren gab es immer einmal Kollegen, die gegangen oder auch neu hinzugekommen sind. Daher wollen wir uns als Arbeitsgruppe des KEK noch einmal bei allen auf diesem Wege kurz vorstellen.

Was wollen wir?

Wir stehen als Gesprächspartner zur Verfügung für Mitarbeiter(innen), die einen Wertekonflikt wahrnehmen. Dabei kann der Betroffene in einem vertraulichen Gespräch mit einem von uns einen Zuhörer finden, die Sach- und Gefühlslage für sich beleuchten und konkretisieren. Gemeinsam kann über Lösungswege nachgedacht werden. Wenn es nötig ist, helfen wir dabei, weitere Ansprechpartner für die Problemlösung zu finden (Einzelfallberatung des KEK, MAV, Vertrauensperson in der Abteilung etc.).

Wir geben “Hilfe zur Selbsthilfe”, nehmen also – im Unterschied zur Einzelfallberatung oder zum Ethikkonsil – keine Moderatorenfunktion ein und führen keine Gespräche mit anderen Konfliktparteien. Die Gesprächsinhalte werden selbstverständlich vertraulich behandelt, wobei sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei Bedarf untereinander austauschen und sich gegenseitig unterstützen.

Wie sind wir erreichbar?

Jeder(r) Mitarbeiter(in) ist herzlich eingeladen, einen von uns direkt anzusprechen und kurzfristig einen Termin zu vereinbaren – Telefonnummern und E-Mail-Adressen siehe unten.
Wir freuen uns, wenn wir helfen können.

Für das Knappschaftskrankenhaus:

Nicole Reich Telefon 22035
n.reich(at)kliniken-essen-mitte.de

Sabine Lueckerath Telefon 30301
s.lueckerath(at)kliniken-essen-mitte.de

Für die Evang. Huyssens-Stiftung:

Susanne Stevens Telefon 24035
s.stevens(at)kliniken-essen-mitte.de

Hermann Kerscher Telefon 25311
h.kerscher(at)kliniken-essen-mitte.de

Für das Evang. Krankenhaus Essen-Werden:

Prof. Dr. Peter Reimer Telefon 0201 4089 – 27001
p.reimer(at)evk-werden.de

Ethische Fallbesprechung

Was wollen wir?

Ziel einer ethischen Fallbesprechung ist es, betroffenen Menschen in ethischen Krisensituationen zur Beratung zur Verfügung zu stehen. Sie findet mit all den Personen statt, die mit der Behandlung eines Patienten befasst sind, wenn es bezüglich der weiteren Behandlung Unklarheiten gibt. Sie bezieht sich auf einen konkreten Fall mit einer konkreten Fragestellung.

Die ethische Fallbesprechung soll bei der Entscheidungsfindung über die weitere Therapie bei kritisch kranken Patienten in ihrer aktuellen Situation beraten. Alle an der Therapie Beteiligten wollen sicherstellen, weiterhin im Sinne des Patienten zu handeln

 

Satzung:

Mit Wirkung vom 18.07.2011 wurde die Einrichtung eines Klinischen Ethikkomitees (KEK) beschlossen. Das KEK nimmt im Auftrag der Geschäftsführung die Belange der klinischen Ethik in den Kliniken Essen-Mitte wahr. Die Satzung des KEK wurde im Jahr 2016 von den Mitgliedern überarbeitet und von der Geschäftsführung genehmigt und in Kraft gesetzt.

Für weitere Informationen laden Sie sich bitte die folgenden PDF-Dokumente herunter:

Satzung KEK (PDF)